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Foto: Rich Carey
Journalismus-Lab Biodiversität 2026:
Der Wert der Natur
Während der Klimaschutz einen festen Platz in der medialen Berichterstattung bekommen hat, ist dies beim Verlust der Biodiversität noch immer nicht der Fall. Dabei spielt die Biodiversität eine existentielle Rolle für unser Leben – und ist auch für die Wirtschaft zentral.
Mit dem „Journalismus-Lab Biodiversität“ fördert die Riff freie Medien gGmbH 2026 zwölf Journalistinnen und Journalisten bei wichtigen Recherchen.
Das Interesse an unserer Ausschreibung war groß. Unter den Bewerbungen hat die Jury (Prof. Aletta Bonn, Helmholtz-Umweltforschungszentrum Leipzig; Prof. Henrik Müller, Lehrstuhl Wirtschaftspolitischer Journalismus, Technische Universität Dortmund; Gretchen Vogel, Science Magazine und Christian Schwägerl) die Mitwirkenden ausgewählt.
Die Förderung beinhaltet die Teilnahme an einem kooperativen Weiterbildungsprogramm und Mittel in Höhe von je 5000.-€ zur Umsetzung von Rechercheprojekten. Die Leitfragen der Recherchen: Wie groß ist der „Wert der Natur“? Welche Schäden drohen ihm? Wie gehen Politik, Wirtschaft und Verbraucher*innen heute und künftig mit dem „Wert der Natur“ um?
Das „Journalismus-Lab Biodiversität 2026“ wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der KfW Stiftung und der Heidehof-Stiftung gefördert.
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Anja Reiter
Anja Reiter ist freie Journalistin in München mit den Schwerpunkten Umwelt, Bildung und Wissenschaft. Ihre Texte erscheinen unter anderem in DIE ZEIT, atmo und der Süddeutschen Zeitung. Sie recherchiert zu den ökologischen und sozialen Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise sowie zu Fragen von Bildungsgerechtigkeit und Wissenschaftspolitik.
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Marina Weigl
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Astrid Viciano
Dr. Astrid Viciano ist freiberufliche Medizinjournalistin und Ärztin. Sie schreibt für Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, Der Spiegel, GEO, Die Zeit, NZZ u. a. und ist Leitende Redakteurin des Forschungsprojekts „Medien-Doktor“ an der TU Dortmund. 2025 wurde ihr Sachbuch „Die Formel des Widerstands“ (Galiani, Berlin) auf die Longlist für das Wissenschaftsbuch des Jahres in Österreich gesetzt. Sie lebte mehrere Jahre in Paris und arbeitet seither in Cross-Border-Teams an investigativen Recherchen – gefördert durch europäische Stipendien. In Los Angeles absolvierte sie einen Master in „Specialized Journalism“ an der Annenberg School, den sie mit einem „Award for Academic Excellence“ abschloss. Im Jahr 2022 war sie als „journalist-in-residence“ am IBEC-Institut in Barcelona. Als Dozentin war sie u. a. an der Universität Freiburg, der Akademie der Bayerischen Presse und der mexikanischen Akademie der Wissenschaften tätig. Sie hält regelmäßig Vorträge und moderiert Veranstaltungen. Ihre journalistische Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik.
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Foto: Ute Hieke
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Florian Sturm
Als freier Journalist arbeitet Florian Sturm von Leipzig aus für verschiedene Medienmarken im In- und Ausland: von Spektrum der Wissenschaft, Science Notes und Focus über das Greenpeace Magazin (CH) und den Bayerischen Rundfunk bis hin zum Guardian (UK) und National Geographic (US). Seine große Leidenschaft ist das Meer, dem er viel Recherchezeit und bereits ein Buch gewidmet hat (das zweite entsteht gerade). Derzeit arbeitet er außerdem an einem Langzeitprojekt zum Thema „Wissenschaftsbetrug“. Florian ist der festen Überzeugung, dass er den besten Job der Welt hat. Einen Teil dieses Privilegs gibt er zurück, indem er fünf Prozent seines Jahreseinkommens an gemeinnützige Organisationen spendet und alle CO₂-Emissionen internalisiert, die durch seine Arbeit entstehen: durch Reisen, Übernachtungen oder die Tätigkeit am Schreibtisch.
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Foto: Gonçalo Fonseca
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Friederike Stahmann
Friederike Stahmann ist seit 1994 als freiberufliche Journalistin auf Themen aus Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft spezialisiert. Lange Zeit arbeitete sie direkt von einem Bauernhof aus – heute mit Blick darauf, aber weiterhin nah an den Themen.
Sie erzählt gern die ganze Geschichte – vom Grashalm über den Käselaib bis in den Einkaufswagen. Sie verliert dabei auch politische Entwicklungen und Zielkonflikte nicht aus dem Blick. Über viele Jahre hinweg verantwortete sie zudem die Recherche für mehrfach auszeichnete Infografiken, die komplexe Zusammenhänge zwischen Produktion, Verarbeitung und Handel verständlich aufbereiteten. Grundlage ihrer Arbeit sind ein agrarwissenschaftliches Studium, ein Volontariat bei einer Fachzeitschrift sowie ihre Promotion in Agrarwissenschaften, die sie 2014 in Göttingen abschloss.
Ihre Beiträge erscheinen in Medien wie top agrar, Lebensmittel Praxis, verschiedenen Wochenblättern und im Tagesspiegel Background.
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Foto: privat
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Iris Proff
Iris Proff ist freie Wissenschaftsjournalistin in Köln. Sie befasst sich einerseits mit Themen rund um Biodiversität und Klimawandel, andererseits mit Psychologie und Neurowissenschaft. Ihre Beiträge erscheinen unter anderem bei Spektrum der Wissenschaft, dem Tagesspiegel und dem Deutschlandfunk. In Osnabrück und Amsterdam hat sie Kognitionswissenschaften studiert. Nebenher organisiert sie Seminare für die WPK, den deutschen Berufsverband für Wissenschaftsjournalist:innen.
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Foto: Iris Proff
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Jacqueline Goebel
Jacqueline Goebel ist ausgebildete Wirtschafts- und Magazinjournalistin. Sie arbeitet als freie Journalistin und Reporterin zum Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Umwelt, zuletzt etwa für etwa bei STRG_F (NDR), BrandEins, der Süddeutsche Zeitung oder der Wirtschaftswoche. In ihren Recherchen hat sie illegale Müllexporte nach Malaysia oder in die Türkei verfolgt, die Vernichtung von Neuware bei Amazon aufgedeckt, oder die Folgen von Wettermanipulation untersucht. Ihre Veröffentlichungen wurden mehrfach ausgezeichnet. Das Medium Magazin zählte sie 2019 zu den „Top 30 unter 30“ im deutschen Journalismus. 2023 erschien ihr erstes Buch „Die Plastiksucht“ im Finanzbuchverlag.
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Foto: privat
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Julia Belzig
Julia Belzig arbeitet als freie Journalistin in Berlin. Sie recherchiert zu Themen rund um soziale (Un-)Gerechtigkeit, Menschenrechte und marginalisierte Lebensrealitäten. Sie schreibt unter anderem für die taz, den Tagesspiegel und den Journalist. Zuvor lebte sie in Bristol, England, wo sie einen Master of Science in „Gender and International Relations“ an der University of Bristol absolvierte. An ihren Recherchen interessiert sie besonders die Frage, wie globale Krisen, etwa die Klimakrise, Menschen unterschiedlich betreffen und bestehende Ungleichheiten verstärken.
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Foto: Annkathrin Weis
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Karin Finkenzeller
Karin Finkenzeller ist seit einem halben Leben Journalistin - gegen die Empfehlung der Berufsberater am Gymnasium. Der soziale Background passte nicht ins Bild. Die Volte über ein Studium zur Übersetzerin und Dolmetscherin entpuppte sich als nützlich, als Redaktionen sie für Reportagen nach Lateinamerika und Afrika schickten und als Korrespondentin nach Spanien und Frankreich. Seit einigen Jahren nimmt sie ihre Leserschaft auch mit nach Osteuropa. Ihre Recherchen zu Wirtschaft, Umwelt und gesellschaftlichen Umbrüchen wurden von renommierten Zeitungen wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie in Magazinen publiziert und mit Preisen und Stipendien belohnt.
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Fotostudio Robra (München)
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Leoni Bender
Leoni Bender arbeitet als freie Journalistin in Hamburg. Zuvor hat sie zwei Jahre in Schweden gelebt, wo sie einen Masterabschlüsse in „Sustainable Communication“ an der Jönköping University und „Investigative Journalism“ an der Universität in Göteborg absolviert hat. Besonders spannend findet Leoni tiefgehende Recherchen, die Umweltschutz und globale Zusammenhänge betreffen. Die Frage, die sie dabei oft antreibt: Wie finden wir Platz für biologische Vielfalt angesichts einer immer volleren, heißeren und hungrigeren Welt? Ihre Beiträge sind unter anderem im Spiegel, bei Zeit Online, Correctiv, Krautreporter, Atmo und Flip erschienen. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Netzwerk Klimajournalismus.
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Foto: Micha Theiner
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Rüdiger Braun
Rüdiger Braun hat Biologie, Verhaltensforschung und Philosophie in Würzburg studiert. Er war PR-Referent beim Aueninstitut des WWF und Redakteur des Umwelt-
magazins natur. Als Chefredakteur entwickelte er für die Max-Planck-Gesellschaft das Wissenschaftsmagazin MaxPlanckForschung. Bei der Wochenzeitung Die Woche in
Hamburg leitete er das Ressort „Wissenschaft & Technik“. Von 2010 bis 2014 war er als Associate Director für die Kommunikationsabteilung des Climate Service Center
in Hamburg verantwortlich. Seither arbeitet er als Buchautor und ist unter anderem für die Zeitschriften Stern, GEO und Focus tätig. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus 2018.
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Foto: Nicole Keller
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Sonya Winterberg
Sonya Winterberg arbeitet als freie Publizistin und Dokumentarfilmerin. Nach einem Studium in Freiburg im Breisgau und Amherst/Massachusetts (USA), folgte ein Master of Art in European Digital Media an der University of Portsmouth (UK). Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt heute auf Umweltthemen, Biodiversität und nachhaltigen Lebensweisen. Dabei untersucht sie unter anderem, wie historische und soziale Prozesse Ökosysteme prägen und wie Gemeinschaften auf ökologischen Wandel reagieren. Ihre Projekte verknüpfen Feldrecherche, Oral History und visuelle Erzählung, um komplexe Zusammenhänge zugänglich zu machen. Sie lebt in Halifax (Kanada).
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Foto: Klaus Mellenthin
Journalismus-Lab Biodiversität 2026
Tomma Schröder
Tomma Schröder arbeitet seit 2009 als freie Wissenschaftsjournalistin und begleitet für den Deutschlandfunk sowie verschiedene Print- und Onlinemedien die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit, Transformation. Sie hat eine Leidenschaft fürs Radio und fürs Meer und lebt in Flensburg.
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Foto: privat
Leitung
Christian Schwägerl
Geleitet wird das „Journalismus-Lab Biodiversität“ von Christian Schwägerl, Journalist und Geschäftsführer der Riff freie Medien gGmbH. Er berichtet seit seinem Biologiestudium in den 1990er Jahren intensiv für ein breites Spektrum von Medien über Themen aus Wissenschaft, Umwelt, Technologie und Politik und hat zwischen 2014 und 2022 die von der Robert Bosch Stiftung geförderte „Masterclass Wissenschaftsjournalismus“ geleitet.
Christian Schwägerl bei Mastodon und bei Linkedin
Foto: Merkau
Ende 2026 stellen die geförderten Journalistinnen und Journalisten ihre Ergebnisse vor. Dann wollen wir ein neues Förderprojekt „Journalismus-Lab Biodiversität 2027“ starten.
Sie können uns dabei unterstützen.

